KFO für Kinder und Jugendliche
Beginn und Dauer der KFO-Behandlung bei Kids
Im Alter zwischen neun und elf Jahren beginnt der sog. Wachstumsschub der Kiefer und Knochen, den man für die zügige Regulierung der Zähne nutzt. Während dieser Phase wechseln im Backenzahnbereich die Milchzähne zu bleibenden Zähnen und es beginnen hinten zusätzliche Backenzähne zu wachsen.
Die eigentliche Zahnregulierung dauert ca. 2 - 3 Jahre. Danach schließt sich eine sog. "Haltephase" an, in der die regulierten Zähne in ihrer neuen Position gehalten werden müssen. In den meisten Fällen kann die kieferorthopädische Behandlung im Alter zwischen 16 und 18 Jahren abgeschlossen werden.

Röntgenaufnahme eines sog. Wechselgebisses
Kieferorthopädische Frühbehandlung
- ein sog. Kreuzbiss, bei dem die Zähne falsch übereinander greifen
- eine sog. Progenie, bei welcher der Unterkiefer sich unverhältnismäßig stark entwickelt und nach vorne steht
- ein Offener Biss, bei dem die vorderen Zähne beim Zusammenbeißen nicht mehr aufeinander treffen und der häufig durch zu langes Daumenluschen oder den lang anhaltenden Gebrauch des Schnullers entsteht
- der frühzeitige Verlust vieler Milchzähne, durch den die Kieferentwicklung beeinträchtigt wird
- Sprachstörungen wie z.B. Lispeln oder falsche Schluckmuster. Hier erfolgt die Behandlung i.d.R. in Zusammenarbeit mit einem Logopäden

Anhaltendes Daumenlutschen
Ablauf der KFO-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen
Nachdem die Behandlung abgeschlossen und das gewünschte Ergebnis erreicht ist, müssen die Zähne in ihrer neuen Position gehalten werden, damit sie nicht wieder "zurück wandern". Dafür kommen sog. Retainer zum Einsatz, die über viele Jahre getragen werden müssen.

Bald geschafft!
Häufige Fragen zur Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche in Karlsruhe
Ab welchem Alter sollte die kieferorthopädische Behandlung beginnen?
Der optimale Zeitpunkt liegt in der Regel zwischen neun und elf Jahren. In dieser Phase beginnt der Wachstumsschub der Kiefer und Knochen, den wir für eine effektive Zahnregulierung nutzen können. In besonderen Fällen – etwa bei einem Kreuzbiss, einer Progenie oder einem offenen Biss durch anhaltendes Daumenlutschen – kann eine kieferorthopädische Frühbehandlung bereits ab dem vierten bis sechsten Lebensjahr sinnvoll sein.
Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern und Jugendlichen?
Die aktive Regulierungsphase dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Daran schließt sich die sogenannte Haltephase an, in der die Zähne mithilfe von Retainern in ihrer neuen Position gehalten werden. In den meisten Fällen ist die gesamte kieferorthopädische Behandlung zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr abgeschlossen.
Was ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung?
Eine Frühbehandlung ist notwendig, wenn bereits im Vorschulalter eine Fehlentwicklung der Kiefer droht. Typische Gründe sind ein Kreuzbiss, ein vorstehender Unterkiefer (Progenie), ein offener Biss durch zu langes Daumenlutschen, der frühzeitige Verlust vieler Milchzähne oder Sprachstörungen wie Lispeln. Ziel ist es, schwerwiegenden Fehlstellungen frühzeitig entgegenzuwirken.
Mit welchen Zahnspangen wird bei Kindern und Jugendlichen behandelt?
Bei Kindern und Jugendlichen beginnt die KFO-Behandlung in der Regel mit losen Zahnspangen – sogenannten aktiven Platten oder funktionstherapeutischen Geräten. Diese formen die Kiefer und Zahnbögen aus. Wenn einzelne Zähne gedreht, verschoben oder aufgerichtet werden müssen, setzen wir feste Zahnspangen ein, da diese Zahnbewegungen mit herausnehmbaren Spangen nicht möglich sind.
Was sind Retainer und warum sind sie nach der KFO-Behandlung notwendig?
Retainer werden nach dem Abschluss der aktiven Regulierungsphase eingesetzt. Sie halten die Zähne in ihrer neuen Position und verhindern, dass sie sich wieder zurückbewegen. Da Zähne ohne Halteapparaturen in ihre ursprüngliche Lage zurückwandern können, müssen Retainer über viele Jahre getragen werden. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen kieferorthopädischen Behandlung.